Table à Écrire - Louis XV

Table à Écrire - Louis XV

Leonard Boudin (Meister 1761)
Frankreich, Mitte 18. Jhdt.

 

Hart und Weichholzkorpus mit Schublade und ausziehbarer Schreibplatte
Rosenholz und Palisander funiert und eingelegt

Maße: 60 cm x 41 cm x 71 cm

gestempelt: "L.BOUDIN JME"

Zu Beginn seiner Laufbahn stellte der Pariser Ebenist Léonard Boudin (1735 - 1807) für Pierre Migeon, dessen Zögling er war, Marketerien und Lackmöbel her. Nachdem er 1761 das Meisterrecht erworben hatte, fertigte er unter anderem im Auftrag des Comte de Provence einen Bureau plat für das Château de Compiègne und eine Kommode für das Schloß Fontainbleau. 1772 eröffnete er seinen eigenen Möbelhandel in der Rue Saint-Nicolas, später zog er in die Rue Traversière. Bald schon zahlte sich die Tüchtigkeit des stilsicheren Marchand-Mercier aus, nun konnte er selbst führende Kunsttischler, wie Charles Topino, Pierre Denizot, Maurice-Bernard Evalde und André Louis Gilbert unter Vertrag nehmen. Der Erfolg des Unternehmens war schließlich so groß, daß Boudin sich von 1791 an ausschließlich dem Geschäft als "tapissier-décorateur" und Händler widmete.

Literatur:
Guillaume
Janneau, Les ateliers parisiens d'ébénistes et de menusiers aux XVIIe et XVIIIe siècles,
Paris 1975, S. 131f.
Pierre Kjellberg, Le Mobilier Français du XVIIIe Siècle,
Paris 1989, S. 86-99.
Alexandre Pradère, Les ébénistes français, de Louis XIV à la Révolution
, Paris 1989, S. 271


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