Paar Appliken

Paar Appliken

Deutsch, Mitte 18. Jahrhundert

Bronze mit alter Vergoldung

Zierliche Appliken, feine Wandleuchter, kamen insbesondere im Rokoko auf. Sie wurden üblicherweise in unedlen Metallen gearbeitet und dann feuervergoldet, konnten zwei oder drei Arme haben, die sich aus einem gemeinsamen Ansatzstück wie bizarre, leicht geschwungene Äste zu einer asymmetrischen Komposition entwickeln. Die Gesamtkomposition solcher Leuchter folgte wie bei diesem deutschen Exemplar aus der Mitte des 18. Jahrhunderts einer Rocaille-Bewegung, einer Formation, die sich aus der stilbezeichnenden, zierlich geschwungenen Rocaille, dem Muschelwerk, ableitete. Aber nicht nur die gesamte Formgebung wurde dem Rocaille-Motiv unterworfen, auch sämtliche dekorative Details folgten dem bedeutungsvollsten Ornament des Rokoko, wie bei diesen beiden Appliken, die das Motiv für alle gestalteten Teilstücke bis hin zu den abschließenden Tüllen aufnehmen.


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